Klassentreffen

Nun bin ich wieder zurück von meinem Besuch in meine Heimatstadt Heidelberg.

Anlass war das Klassentreffen, das wir im 10-Jahres-Rhythmus abhalten.
Keines der vergangenen Klassentreffen habe ich bisher versäumt. Egal, wo immer ich gerade lebte. Ich reiste von München und von Spanien an. Dieses Mal von Berlin.

Maximal ein Wochenende

Doch nie vorher wäre mir in den Sinn gekommen, länger als ein Wochenende zu bleiben. Heimweh nach der Stadt, in der ich geboren bin, kannte ich nicht. Nur schnellstmöglich wieder weg. Nichts und niemand hatte mich bei meinen Besuchen hier länger gehalten als ein Wochenende. Anreise Freitag, Klassentreffen Samstag, Abreise Sonntag. So lief das bisher ab.


Bis zu diesem Jahr. Mag es mit dem Älterwerden zu tun haben, oder damit, dass ich plötzlich meine Liebe zu der Stadt wiederentdeckte, in der ich geboren bin.
Auf jeden Fall plante ich dieses Mal rund um das Wiedersehen mit meinen früheren Mitschülerinnen auch ein ausgiebiges Wiedersehen mit Heidelberg und einigen seiner Bewohner ein.

Nostalgie pur

Und dann bade ich sechs Tage lang in Nostalgie. Ich treffe mich mit Freunden aus meiner Jugendzeit – selbstverständlich genau in den Kneipen, in denen wir uns damals (und auch dieses Mal wieder) bis in die frühen Morgenstunden herumgetrieben haben.

 

Ansichten und Aussichten

An einem anderen Tag fahre ich – zusammen mit einer chinesischen Reisegruppe – mit der Bergbahn aufs Schloss, gehe im Schlosspark spazieren, schaue von der Scheffelterrasse auf „meine“ Geburtsstadt hinunter: Ach, da, die Alte Brücke, die über den Neckar führt. Und dort, die Philosophenhöhe. Mein früherer Arbeitsplatz mit Blick aufs Schloss. Das schönste Büro, das ich je hatte.

Das Heidelberger Schloss

 

Das Heidelberger Fass

Das Apothekenmuseum

 

Altstadt-Impressionen

Ahnenpflege

Der Bergfriedhof

Ein Besuch auf dem Bergfriedhof mit dem kleinen jüdischen Friedhof mittendrin. Aus dem Korb am Eingang nehme ich ein paar Steine mit und legte sie an den Gräbern nieder, die nie besucht werden. Unvergessen!

Da, wo meine Großeltern und Urgroßeltern ihre Grabstätte hatten, sind nun andere Gräber. Es gibt niemanden mehr, den ich nach ihrer Lebensgeschichte fragen kann.

 

Stadtrundfahrt

Mit der Straßenbahn von einer Stadtgrenze zur anderen. Plätze wieder entdecken. In Erinnerungen schwelgen. Trauer, Fröhlichkeit, Lachen. Abschließen.

Der gute Schluss

Zum Schluss ein Besuch im berühmten Café dscf4919Knösel. Bei Milchkaffee und Käsekuchen die Tage noch einmal Revue passieren lassen.

 

Wo ist Heimat?

Zurück in Berlin, das mir seit sieben Jahren mehr Heimat ist, als es je ein anderer Ort war.
Doch seit meinem Besuch in Heidelberg spüre ich auch die Wurzeln zu meiner Geburtsstadt wieder.


Herzlichst
Sylvia Graf – Berlin
„Mutig durch Veränderungen“
www.jung-genug-fuer-alles.de

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