Wenn die Leidenschaft so richtig brennt

LeidenschaftenDu schaffst alles, wenn du nur genügend dafür brennst

Seit ein paar Tagen stehe ich mitten in der Nacht – nämlich um halb sechs – auf, um eine Stunde später – draußen ist es immer noch dunkel – quer durch Berlin zu fahren.

Die Schule – ein Gräuel!

Während ich voller Vorfreude in der U-Bahn sitze, denke ich zurück an meine Schulzeit. Da habe ich in der Früh um jede Sekunde gefeilscht, weil mir das Aufstehen ein Gräuel war. Nichts, absolut nichts, trieb mich dahin, wo ich die nächsten Stunden verbringen sollte.

Ich mochte die Schule nicht, in die mich meine Eltern gesteckt hatten. Latein sollte ich lernen, Rechtsanwältin oder Ärztin werden. Dafür benötigte man damals noch das große Latinum. Ich hasste diese Sprache, in der ich mich mit niemandem unterhalten konnte, vom ersten Tag an.

So drehte ich denn zwei „Ehrenrunden“ und wechselte – gezwungenermaßen – auf eine Privatschule. Die Auflage, in einem Schuljahr den Stoff von zwei Jahren Englisch nachzuholen, erfüllte ich mit Leichtigkeit, weil mir die Sprache gefiel. Plötzlich hatte ich auch mit dem frühen Aufstehen kein Problem mehr.

Und genau so geht es mir jetzt. Ich werde jeden Morgen ohne Wecker vor der Zeit wach, weil mich etwas erwartet, auf das ich mich freue.

Was ist Neogräzistik?

Seit einer Woche bin ich nämlich Gasthörerin für den Studiengang Neogräzistik an der Freien Universität Berlin. All dies aus Liebe zu einem Land, an das ich schon in Jugendzeiten mein Herz verloren habe.

Ja, das will ich unbedingt: von Grund auf die Sprache lernen und mehr über die Geschichte, die Kultur und die Literatur Griechenlands erfahren. Für meine Leidenschaft investiere ich 12 Wochenstunden Unterricht. Die gleiche Anzahl an Stunden sind fürs Lernen, die Hausarbeiten und die Vorbereitung von Referaten veranschlagt.

Schon wieder Schulbetrieb!

Die Gruppen sind klein. Im Proseminar Geschichte sind wird gerade mal ein Dutzend, im Sprachkurs sechs Teilnehmer. Die meisten Studenten der Neogräzistik sind griechischer Nationalität mit mindestens einem griechischen Elternteil. Die haben den Vorteil, dass sie zweisprachig aufgewachsen sind. Die haben keinen Sprachkurs nötig.

Es herrscht Schulbetrieb mit Anwesenheitspflicht. Auch als Gasthörerin wird von mir regelmäßiges und pünktliches Erscheinen erwartet.

Nein, das stört mich überhaupt nicht. Ich habe mich ja freiwillig dafür entschieden und fühle mich im studentischen Umfeld ausgesprochen wohl.

Und meine Arbeit?

Ich organisiere meine beruflichen Termine mit Leichtigkeit um das Studium herum. Ich spüre jetzt schon die Energie, die ich in diesen paar Tagen durch die neuen Impulse gewonnen habe.

Meine Workshops finden jetzt beide sonntags statt, und die Coachings lege ich auf den einzigen unterrichtsfreien Tag der Woche oder auf die späten Nachmittage.

Natürlich wird auch mal ein dunkler kalter Wintertag kommen, an dem ich mich am liebsten wieder umdrehen und weiterschlafen würde.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dann die Neugier auf das, was der Tag bringt, siegen.

Verrätst du mir von dir?

  • Wo liegen deine Leidenschaften?
  • Wofür brennst du?
  • Gibt es etwas, das du immer wieder zurückgestellt hast, weil deiner Meinung nach der Zeitpunkt nicht der richtige war?
  • Denkst du immer häufiger darüber nach, wie es wäre, etwas Neues auszuprobieren?
  • Willst du endlich mal wieder mehr Abwechslung in dein Leben bringen?
  • Was hält dich davon ab, deine Wünsche, Träume und Vorsätze zu realisieren?

Ich freue mich auf deine Gedanken dazu bei den Kommentaren, gerne auch per Mail an info@sylviagraf.de

Herzlichst

Sylvia

 

 

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